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Vorwort und Philosophie

Im Oktober 2009 hat die Leitung des Hotel zur Schmiede den Vorgehensplan zur Verstärkung der Hygiene und Qualitätssicherung in der Gastronomie erstellt.
Den direkten Anlass dazu stellte die negative Berichterstattung in Funk und TV über die hygienischen Zustände in Gastronomischen Betrieben.
Diese Skandale erregten Besorgnis bezüglich der Qualität und Sicherung von Lebensmitteln in der Gastronomie. Die Vollständigkeit und die Hinlänglichkeit des Qualitätsniveaus sowie die Sicherung der Qualität (GMP) standen zur Debatte.
Die bis Mitte 2009 angewendete Qualitätssicherung für Lebensmittel war in erster Linie auf bereits
bekannte Risiken bei der Be- und Verarbeitung von Rohstoffen und Grundstoffen ausgerichtet.
Die genannten Skandale lehrten uns, dass verschiedene Risikofaktoren in
der Rohstoffkette, die mehr zur Lebensmittelbranche gehörten, nicht ausreichend berücksichtigt
wurden.
Deshalb wurde im Vorgehensplan zur Verstärkung der Qualitätssicherung im Lebensmittelbereich konkludiert, dass zusätzliche strukturelle Maßnahmen erforderlich sind, um derartige Risiken in der Lebensmittelkette weitgehend zu beseitigen.
Das Hauptziel des Vorgehensplanes liegt darin, das System der Normierung, Sicherung, Kontrolle &
Überwachung so zu verstärken, dass die erwünschte Qualitätsstufe für Lebensmittel in Bezug auf die
Sicherheit der Produkte für den Verbraucher ausreichend gewährleistet ist.
Der Verbraucher wie die anderen Parteien der Kette der Nahrungsmittel- Produkte und des Absatzes sowie die Behörden müssen in das verbesserte und verstärkte System uneingeschränktes Vertrauen setzen. Ein weiterer Beachtungspunkt ist die Sicherheit des Verbrauchers.
Eines der wichtigsten, daraus hervorgehenden Ziele ist die Verstärkung des Qualitätssystems,
namentlich mit Hilfe des HACCP-Konzeptes) in den verschiedenen Stationen der Lebensmittelverarbeitung, von Rohstoffproduzenten bis zu den Verbraucher.
Deshalb hat sich unser Haus für eine Systematik der Qualitätssicherung entschieden (GMP und HACCP), die auch in der Lebensmittelindustrie angewendet wird. Dadurch wird betont, dass der Gastronomische Bereich (mit seinen vorliegenden Stationen) einen vollwertigen Bestandteil der Lebensmittelverarbeitung bildet.
Bei einem HACCP-Ansatz muss ein vertretbares Gleichgewicht zwischen präventiven Maßnahmen,
der Überwachung und tatsächlicher Inspektion und Analyse von Rohstoffen in Bezug auf Risiken, die
in den weiteren Stationen der Produktion und der Verarbeitung auftreten könnten, gefunden
werden.
Das vorliegende HACCP-Handbuch stellt dazu einen guten Leitfaden dar.
Projektgruppen HACCP-Handbuch:
Sarah Jüngel, Ute Pfeiffer Hofmann, Annette Wolf, Jörg Hofmann, Jessica van der Es, Lena Obermann
Bei den Einführungskursen und der Implementierung der HACCP-Analyse werden
zweifellos viele Fragen aufkommen. Diese werden in eine Frage- und Antwortliste (F&A-Liste)
aufgenommen.
Wir wünschen uns, dass dieses Handbuch für viele Unternehmen ein praktisches Hilfsmittel zur
Einführung von HACCP in ihr Qualitätssystem darstellt. Darüber hinaus erwarten wird, dass dieses
Vorgehen zur Verbesserung des Qualitätsstandards in der Hotellerie und Gastronomie beiträgt, wobei der Leitspruch „sicheres Essen" den Ausgangspunkt bildet.
Im Namen der Geschäftsführung
November 2009